Plenarrede · Bildung
Zweites Gesetz zur Änderung des Lehrkräftebildungsgesetzes
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Rede im Wortlaut
Im Parlament.
Im Wortlaut.
Protokollseiten 2742
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich war letzte Woche zusammen mit Marcel Hopp bei der SPD-Sprecherinnenkonferenz für Bildung und habe dort mit Kolleginnen und Kollegen aller Bundesländer über Fachkräftemangel im Bildungsbereich gesprochen.
Der Lehrkräftemangel ist, wie wir alle wissen, überall angekommen, und das eint einfach alle Länder in Deutschland, doch überraschend ist, wie uneinheitlich der Umgang mit Quereinsteigenden ist. Gefühlt ist alles dabei. Manche Länder stellen etwas stümperhaft ohne jegliche Vorbereitung ein und lassen Quereinsteigende ohne jegliche Unterstützung einfach allein klarkommen. - Es gibt mehrere Länder, und wir kürzen die Titel nicht, Sehr geehrte Frau Präsidentin!
Liebe Kolleginnen und um so zu werden. - Andere machen Crashkurse. Viele senken die Unterrichtsverpflichtung gar nicht. Nur ein Teil hält am Referendariat fest.
Das engmaschige Netzwerk des Berliner QuerBer, mit dem die Quereinsteigenden ab dem ersten Tag begleitet werden, hat bundesweiten Vorbildcharakter. Ja, die anderen Länder schauen ganz klar auf uns als Vorbild bei der Qualifizierung von Quereinsteigenden. Da dürfen wir richtig stolz auf uns sein.
Das Lob für Berlin war für mich ein schöner Moment in der Runde. Auch wenn das heute etwas in Vergessenheit geraten ist, es waren wir hier im Parlament, die bei den Haushaltsberatungen 2017 den Rahmen für eine gesunde Ausgestaltung der Quereinsteigerausbildung gesetzt haben. Der Mangel an Lehrkräften war schon da absehbar Plenarprotokoll 19/32 15.
Juni 2023 Senats vor, der wesentliche Fragen der Quereinsteigerausbildung noch nicht adressiert hatte. Ja, es waren Zeiten von Haushaltsüberschüssen, die die neuen Kolleginnen unter Ihnen nur vom Hörensagen kennen. Wir haben es gewagt.
Wir haben damals als R2G auf dem SPD-Ticket ein großes Quereinsteigerpaket von 60 Millionen Euro für den Doppelhaushalt auf den Weg gebracht. Erst durch diese Anpassung im Parlament war die Stundenabsenkung auf 17 Stunden möglich, die heute den Quereinsteigenden das Leben rettet. Die zwei Mentoringstunden kommen aus diesem Paket, ein klarer Vorteil auch gegenüber den Referendaren.
Der vorbereitende Kurs vor dem Eintritt in das Referendariat und die substanzielle Stärkung des StEPS dabei, all das, was wir heute als essenzielle Bestandteile von QuerBer ansehen und was dazu beiträgt, dass unsere Quereinsteigenden angemessen ausgebildet werden, war Teil dieses Pakets. Daher ist es wichtig und richtig, dass wir diesen starken, bewährten Weg ins Lehramt auch rechtlich absichern.
Damit schaffen wir nicht nur rechtlich die Grundlage für die Gleichwertigkeit der Ausbildung zwischen grundständig ausgebildeten Lehrkräften und Quereinsteigenden, wir bekennen uns auch grundsätzlich und langfristig zum Quereinstieg als regulären Weg ins Lehramt. - Ich ende hiermit und freue mich auf die Beratung der Gesetzesänderung im Ausschuss und auf einen hoffentlich baldigen Beschluss hier. - Vielen Dank!
Quellennachweis
Stenografisches
Protokoll.
Abgeordnetenhaus von Berlin · 19. Wahlperiode · Sitzung 19/32 · 15. Juni 2023 · S. 2742
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