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Plenarrede · Sonstiges

Ziele setzen: Grundschülerleistungen auf Mindestniveau bringen!

Zur Rede
Maja Lasić im Abgeordnetenhaus von Berlin

Rede im Wortlaut

Im Parlament.
Im Wortlaut.

Protokollseiten 2541–2542, 2547

3 Min. Lesezeit

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Frau Bentele!

Ich habe mich ganz ehrlich gewundert, mit was für einem Antrag Sie heute ins Plenum kommen. Ihr Lieblingshashtag ist allseits bekannt: Opposition wirkt, den Sie gern jedes Mal verwenegal, ob es sich dabei um eine Stärkung der Quereinsteiger geht oder Politik als Schulfach. Ich gebe gern zu, in Abgeordnetenhaus von Berlin Seite 2542 18.

Wahlperiode Ihren Anträgen ist ab und zu durchaus auch ein guter Impuls dabei. Aber bei dem Antrag heute weiß ich ehrlich nicht, welchen guten Ansatz ich erkennen soll. Ich erinnere daran: Die IQB-Studie hat Berlin bescheinigt, dass es in den fünf Jahren seit der letzten Evaluation und es jetzt darauf ankommt, durch kontinuierliche keine positive Entwicklung bei der Lese- und Schreibkompetenz gegeben hat.

Dies ist nichts, was irgendeinen Bildungspolitiker, egal ob in Regierung oder Opposition, ruhig lässt, auch wenn ich hier anmerken muss, dass die meisten anderen Länder durch den Zuzug der Geflüchteten deutliche Abweichungen nach unten verzeichnen mussten. Unserer Stagnation kann daher durchaus als Zeichen der Stabilität verstanden werden. Aber zurück zur Zukunft: Wir wollen alle, dass Berliner Schülerinnen und Schüler besser werden.

Mein Verständnis von Ihrer Rolle als Opposition ist es, dass es Ihnen nicht genügen kann, einfach mit dem Finger auf die Verwaltung zu zeigen und sagen: Entwickelt einmal ein Konzept, ein möglichst allumfassendes Konzept, damit alles gut wird! - Das reicht nicht. Ich erwarte auch von Ihnen als Opposition, dass Sie konkrete Verbesserungsvorschläge unterbringen. Die FDP hat einen eher unbeholfenen Versuch unternommen, Schreiben nach Gehör als Mutter allen Übels in den Grundschulen zu deklarieren, aber in Ihrem Antrag, liebe CDU, steckt nicht einmal so viel.

Ich finde nicht einmal einen inhaltlichen Punkt, an dem ich mich abarbeiten könnte. Das ist schlicht und einfach schwach. Damit aber Zeit übrig bleibt, erinnere ich daran, dass wir die wichtigsten Schlussfolgerungen schon nach der IQB- Studie 2011 gezogen haben.

Sprachbildung ist mit den neuen Lehrplänen nicht mehr nur Gegenstand des Deutschunterrichts, sondern stellt dezidiert einen Schwerpunkt der Rahmenlehrpläne für alle Fächer dar. Das halte ich für einen entscheidenden Paradigmenwechsel beim Unterricht: weg von der reinen Fachlichkeit hin zu kompetenzorientiertem Lernen und Sprachförderung in allen Fächern. Man darf auch nicht vergessen, dass wir mit dem neuen Lehrkräftebildungsgesetz die Grundschullehrkräfte anders ausbilden.

Deutsch und Mathe sind im neuen Grundschullehramt verpflichtend, und damit wachsen neue Generationen von Grundschullehrkräften heran, die mit ihrer Fachlichkeit den Ansprüchen an das Grundschullehramt noch besser gerecht werden. Eines gilt für beide Beispiele, die ich gerade genannt habe: Erfolge entstehen nicht über Nacht. Die Ratlosig- Plenarprotokoll 18/22 22.

Februar 2018 keit der Oppositionsanträge zum Thema Verbesserung der Qualität an Grundschulen zeigt deutlich, dass niemand auf einen Wunderantrag zu warten braucht, der von heute auf morgen alle Probleme löst. Ich bin überzeugt, dass die großen Weichen richtig gestellt sind Schul- und Unterrichtsentwicklung Schritt für Schritt Berliner Grundschulen zum Erfolg zu führen. - Vielen Dank!

Frau Burkert-Eulitz hat dieselbe Frage gestellt, die ich stellen wollte, daher nutze ich das für einen kurzen Kommentar. Sie können über Zuzugssperren sprechen. Wir sind da, und deswegen ist Ihr Kommentar völlig absurd, Herr Wild!

Quellennachweis

Stenografisches
Protokoll.

Abgeordnetenhaus von Berlin · 18. Wahlperiode · Sitzung 18/22 · 22. Februar 2018 · S. 2541–2542, 2547

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