← Reden & Aufzeichnungen

Plenarrede · Bildung

Trendumkehr für Brennpunktschulen einleiten – „Deutsch-Garantie-Klasse“ einführen (Sprachbildungsgesetz)

Zur Rede
Maja Lasić im Abgeordnetenhaus von Berlin

Rede im Wortlaut

Im Parlament.
Im Wortlaut.

Protokollseiten 8059–8060

3 Min. Lesezeit

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir wirken hier innerhalb der demokratischen Parteien abgestimmt in unseren Redebeiträgen - das liegt daran, dass wir von Jahr zu Jahr immer wieder ein und dieselbe Debatte mit der AfD zum Thema Deutschklassen führen und immer wieder dieselben Argumente austauschen.

Immer wieder wird das Beispiel von der Gustav-Falke-Schule, von Prof. Ramseger und mir im Wahlkreis herangezogen. Ich werde es langsam leid; ich hoffe, dass es jetzt das letzte Mal ist, dass wir uns an so Das, was Sie wollen, ist, unabhängig von der Lokallage einem Antrag der AfD abarbeiten.

Sie haben es in der Hand, ob wir das müssen oder nicht. Ich trage gerne mit Fakten zur Diskussion bei. Was sagen die Fakten? - Die Fakten besagen, dass die Gustav-Falke- Schule genau an der Bernauer Straße liegt, also genau da, einander getrennt werden.

Hätten Sie in den Neunzigern wo die Mauer lag. Ihr Einzugsgebiet umfasst ausschließlich das zu dem Zeitpunkt sozial benachteiligte Brunnenviertel, das heißt, der Anteil der sozial benachteiligten wären mir versperrt geblieben, und ich bin so froh, dass Kinder, die eigentlich an die Gustav-Falke-Schule gehören, wäre bei 80 oder 90 Prozent. Das sind die, die eigent- andere Parteien wählt. - Vielen Dank! lich in diese Schule gehören.

Also hat die SPD- Bildungsstadträtin Dagmar Hänisch damals das sogenannte Prinzip der Sprengel eingeführt: Wir haben versucht, indem wir mehrere Grundschulen in einem Sprengel zusammengefasst haben, mehr Durchmischung an Standorten zu erreichen und dazu beizutragen, dass Menschen aus Alt-Mitte die Grenze der alten Mauer überqueren und an die Schule im Wedding gehen. Plenarprotokoll 19/80 12. Februar 2026 Das ist der Sinn der Einführung der Sprengel gewesen.

Wir wollten vor 20 Jahren so wie heute, dass wir mehr Durchmischung an unseren Schulen erreichen. In diesen Kontext muss man den Vorstoß der Gustav- Falke-Schule einbetten. Deswegen ist es unmöglich, was Sie hier mit Frau Gryczke, die das federführend verantwortet, veranstalten.

Frau Gryczke wollte in dem Kontext in einem Sprengel, in dem sich die Eltern aus Alt-Mitte gehen, ein Angebot machen, damit die Menschen bewusst aus dem Haushalt in Mitte in den Wedding kommen und sich trauen, mehr Durchmischung zu erreichen. Das war das Ziel der Schule. Es ist das Gegenteil von dem, was Sie gerade mit Ihrem Entwurf machen.

Das Angebot sah folgendermaßen aus: Für einen befristeten Zeitraum, nämlich im Rahmen dieses Projekts, sind diese Familien eben an die Schule gekommen, in die Klassen, die „Bärenstark“ mindestens Niveau 2 hatten. Das hat dazu geführt, dass sich die Qualität Stück für Stück verändert hat, dass sich die Schule dann nach einem befristeten Zeitraum davon verabschieden konnte und jetzt selber gar keinen Bedarf mehr an den Klassen hat. flächendeckend Segregation zu ermöglichen - unabhängig davon, ob es eine spezifische Lage ist oder für alle gleichermaßen gilt.

Sie wollen einführen, dass die Menschen mit geringeren Sprachkenntnissen und höheren Sprachkenntnissen vonirgendetwas zu sagen gehabt, wäre ich ohne Abitur, ohne Möglichkeiten zur Bildung geblieben. Sämtliche Chancen die Mehrheit in Deutschland und Berlin damals wie heute Abgeordnetenhaus von Berlin Seite 8060 19. Wahlperiode

Quellennachweis

Stenografisches
Protokoll.

Abgeordnetenhaus von Berlin · 19. Wahlperiode · Sitzung 19/80 · 12. Februar 2026 · S. 8059–8060

Protokoll öffnen

Drucksachen

19/2916 Beschlussempfehlung · 23.01.2026
19/2061 Antrag · 26.11.2024