Plenarrede · Sonstiges
Quereinsteiger*innen besser unterstützen und integrieren
Zur Rede ↓
Rede im Wortlaut
Im Parlament.
Im Wortlaut.
Protokollseiten 3747–3748, 3750
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Bentele hat hier eindrücklich gezeigt, vor was für einer Schwierigkeit eine Oppositionspartei steht, wenn die Regierung etwas auf den Weg bringt, was sie selber gut findet.
Der leichteste Weg ist, dann so zu tun, als wären das alles ihre Forderungen, die wir alle eins zu eins übernommen hätten. Das ist schlicht und einfach nicht wahr. Wir haben Entwürfe eingebracht.
Der einzige Unterschied ist: Wir Bei aller Liebe: Ich werde Ihre Einwürfe alle als Kompliment annehmen, denn das zeigt, dass sogar die Opposition zugeben muss, dass das, was wir mit den Quereinsteigenden auf den Weg gebracht haben, Hand und Fuß hat und für Berlin in der aktuellen Lage genau das Richtige ist. Wie von Frau Kittler schon geschildert, ist die Lage ernst. Niemand kann den Fachkräftemangel kleinreden.
Wir haben eine Pensionierungswelle. Wir haben einen Ausbau der Qualität. Wir haben die wachsende Stadt.
Wir haben Tausende Gründe, warum wir möglichst viele Lehrkräfte brauchen. Wir werden erst mittelfristig den Bedarf durch voll ausgebildete Lehrkräfte decken können. Deswegen kurzfristig die Bedarfe zu decken.
Der vorliegende An- Der Dreiklang ist dabei entscheidend. Es geht um Vorbereitung. Es geht um Begleitung, und es geht um Entlas- Start ist da.
Wir werden sicher, bevor wir es in der Praxis erprobt und evaluiert haben, darüber sprechen, ob das ausreichend ist und ob wir das weiter ausweiten müssen. len, damit die Quereinsteigenden in der Einstiegsphase nicht alleingelassen werden, sondern genug Stunden für Die Entlastung darf man nicht kleinreden. Wir haben uns trotz des Fachkräftemangels entschieden, dass wir die Belastung der Quereinsteigenden von 19 perspektivisch auf 17 absenken wollen. Damit generieren wir Mehrbedarfe.
Das ist es uns aber wert, denn Quereinsteigende Wie schon angedeutet, werden wir jeden Aspekt begleiten und auch kritisch bewerten. Abgeordnetenhaus von Berlin Seite 3748 18. Wahlperiode Zu den Anmerkungen von Frau Bentele: Sie haben einmal die Steuerung in den Einstiegsklassen angesprochen.
Es ist unser dezidiertes Ziel, dass Quereinsteigende nicht in der Einstiegsphase eingesetzt werden. Was wir aber nicht antasten, ist die Eigenständigkeit der Schule, die Geburtenregistern und der Pensionierungswelle zu zie- Ihnen offenbar nichts wert ist, Frau Bentele. Das funktioniert bei uns nicht.
Wir vertrauen unseren Schulleitungen. Der richtige Weg ist, dass im Falle einer Missachtung die Schulaufsicht mit den Schulleitungen darüber spricht und dass die Steuerung auf der Ebene stattfindet. Die Art von Bildungssystem sein soll.
Das mag in Einzelfällen tat- Reingrätschen, die Sie sich wünschen, macht die Koaliti- sächlich stimmen, in der breiten Masse wird dies definitiv on in diesem Punkt nicht. Der zweite Punkt, den Sie angesprochen haben, ist das Thema der Verteilung der Lehrkräfte. In der aktuellen Fassung ist es so, dass wir die Verwaltung auffordern, stärker zu steuern.
Die Verwaltung hat schon damit angefangen, indem sie in den regionalen Verbünden die Quereinsteigenden vor allen Dingen in die Randregionen schi- Jugendfreund von mir zu treffen, der selber Lehrer an cken, in denen Quereinsteiger sich sonst häufen würden. Ich gebe hier offen zu, dass der SPD-Fraktion der aktuelle Umfang der Steuerung nicht ausreicht und dass wir diese kritisch begleiten und gegebenenfalls auch nachsteuern werden. Wir sind auch noch nicht am Ende.
Unser Antrag, den wir hoffentlich heute beschließen werden, befasst sich mit den Quereinsteigenden, und dort haben wir sehr viel richtig gemacht. Unsere Schulen werden jedoch aktuell auch durch die mittlerweile genannten Seiteneinsteiger gestärkt. Das ist eine weitere Debatte, die wir zukünftig führen müssen, wie wir die Lehrkräfte ohne volle Lehrbefähigung richtig fortbilden, damit die ihre Aufgabe auch gut ausführen und guter Bestandteil unserer Schule werden.
Und dennoch sieht man, dass wir an jeder Stelle achtgeben und dass wir die richtigen Maßnahmen auf den Weg bringen. Wir sind gut gewappnet und werden gemeinsam den Fachkräftemangel in Berlin bewältigen. - Vielen Dank!
zielt. Stimmen Sie mir zu, dass die Hospitation bei erfahrenen Kollegen essenzieller Bestandteil der Ausbildung steigende bekennen?
Quellennachweis
Stenografisches
Protokoll.
Abgeordnetenhaus von Berlin · 18. Wahlperiode · Sitzung 18/32 · 18. Oktober 2018 · S. 3747–3748, 3750
Protokoll öffnen ↗