← Reden & Aufzeichnungen

Plenarrede · Bildung

Landesprogramm „Ausbau und Stärkung Gemeinschaftsschule“

Zur Rede
Maja Lasić im Abgeordnetenhaus von Berlin

Rede im Wortlaut

Im Parlament.
Im Wortlaut.

Protokollseiten 8824–8825

2 Min. Lesezeit

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir als Koalition werden Ihren Antrag ablehnen, allerdings aus unterschiedlichen Gründen.

Es gibt Bereiche, die, würde ich sagen, diesen Teil des Raumes durchaus einen. Einer davon ist der Glaube daran, dass man auf dem Weg der Schulstruktur mehr Gerechtigkeit ins System bringen kann. Dazu stehen wir auch, und glauben, dass Gemeinschaftsschulen ein entscheidender Baustein sind, um zu mehr Gerechtigkeit zu kommen.

Der Grund, warum wir den Antrag ablehnen, ist, weil wir es extrem finden, Gemeinschaftsschulen selektiv herauszupicken und sie singulär zu betrachten. Das könnte man machen, wenn man eine reine Gegenüberstellung zwischen Gymnasien und Gemeinschaftsschulen machen würde. Gemeinschaftsschulen sind aber eingebettet in ein System, in dem wir aktuell fast zehnmal so viele Integrierte Sekundarschulen haben.

Es stellt sich also automatisch die Frage: Was passiert mit den Integrierten Sekundarschulen, wenn wir Gemeinschaftsschulen fördern? Diese Frage muss man beantworten, wenn man sich der Frage der Stärkung der Gemeinschaftsschulen stellt. Abgeordnetenhaus von Berlin Seite 8825 19.

Wahlperiode Davon lese ich in Ihrem Antrag nichts, und das ist der Grund, warum wir ihn ablehnen werden. Wir sagen: Ja, wir brauchen eine strukturelle Förderung der Gemeinschaftsschulen und eine Verdopplung der Standorte. Dies wird aber nur dann gelingen, wenn wir parallel die Integrierten Sekundarschulen stärken, indem der Schulplatzplanung soll künftig weniger nach Schulwir jeden einzelnen ISS-Standort mit einer eigenen oder einer Verbundoberstufe versehen.

Nur dann halten wir sie Wahlfreiheit, das ist eher eine schulpolitische Weichenwettbewerbsfähig. Denn solange wir nur die Gemeinschaftsschulen stärken und die ISS so belassen, wie sie sind, würden wir in dem aktuell zweigliedrigen System eine dritte Säule einziehen, und wir würden auf schleichendem Wege indirekt zu der Dreigliedrigkeit zurückkehren, von der wir uns vor 15 Jahren verabschiedet haben. Das kann nicht unsere Zielsetzung sein.

Wer A sagt, muss auch B sagen, und deshalb sagen wir beides. Wir sagen: Zwingend muss jede Schule in Berlin zu jedem Abschluss führen, und das geht nur, wenn sie eine eigene oder eine Verbundoberstufe hat. Gleichzeitig Wenn Unterricht dauerhaft fünf oder sechs Leistungsnicommitten wir uns zu dem Ausbau der Gemeinschaftsschulen und wollen in der nächsten Legislatur eine Verdopplung erreichen. - Vielen Dank!

Quellennachweis

Stenografisches
Protokoll.

Abgeordnetenhaus von Berlin · 19. Wahlperiode · Sitzung 19/86 · 21. Mai 2026 · S. 8824–8825

Protokoll öffnen

Drucksachen

19/3241 Antrag · 12.05.2026