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Plenarrede · Bildung

Hausaufgabenheft für die Berliner Bildungsverwaltung

Zur Rede
Maja Lasić im Abgeordnetenhaus von Berlin

Rede im Wortlaut

Im Parlament.
Im Wortlaut.

Protokollseiten 9531–9532

4 Min. Lesezeit

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Lieber Herr Fresdorf!

„Opposition ist Mist“, hat ein kluger Politiker mal gesagt - insbesondere, wenn thematisieren Sie nicht. Das erstaunt mich, ist es doch die man als Oppositionspolitiker eigentlich mit der aktuellen größte Aufgabe, der wir uns im Übergang stellen müssen. Linie des Senats übereinstimmt und dennoch irgendwie eine Geschichte erzeugen muss.

Vor dem Problem standen offenbar auch Sie, Herr Fresdorf. Anders kann ich mir nicht erklären, warum in Ihrem organisiert. Die 2 Milliarden Euro sind dabei, sinnvoll in Antrag in weiten Teilen nur die bereits festgelegten und Programme eingepflegt zu werden. kommunizierten Ziele der Koalition bzw. der Bildungsverwaltung stehen. - Nun gut, dann nutze ich die Gelegenheit und erinnere daran, wie die nächsten Schritte mit Lernrückstände der Schülerinnen und Schüler systema- Blick auf das nächste Schuljahr aussehen werden.

Ja, wir werden einen klar definierten Stufenplan haben, um möglichst das individuelle Infektionsgeschehen der einzelnen Schulen anzugehen, ohne generell den Regelbetrieb zu gefährden. Die wissenschaftliche Expertise ist denen das Aufholen überhaupt stattfinden kann, und nicht eingebunden und maßgeblich. Die Testroutine wird ein essenzieller Bestandteil des Schulalltags bleiben.

Sie hat hinzubekommen. sich als ein guter Weg erwiesen, um das Infektionsgeschehen zu begleiten, und hilft uns, den Präsenzunterricht Punkt 9 im Antrag eingehen! Da steht es nämlich drin!] zu sichern. Die knapp 5 000 bereits angeschafften Lüftungsgeräte sind angekommen, weitere werden folgen.

Sie ersetzen aber weder das Lüften noch andere Hygienemaßnahmen, und die Wissenschaft schreit übrigens auch nicht nach flächendeckender Versorgung mit Lüftungsgeräten. Ihr Ruf nach Erfassung des Impfstatus erstaunt mich. Wir durchgearbeiteten Perspektive des Aufholens.

Aber haben nun einmal keine Impfpflicht, und es ist eine individuelle Entscheidung der Lehrkraft, ob sie sich impfen lässt. Das kann man gut finden oder nicht so gut, aber wir können es nicht auf Landesebene ändern. Datenschutzrechtlich ist jedoch die systematische Erfassung der Ge- Ich kehre zurück zu meiner Rede: Es gibt dabei immer impften nicht möglich.

Es erstaunt mich, dass dieser Ruf die Erfassung der Lernrückstände. Dann gibt es sozusagerade von Ihrer Partei kommt, die so sehr auf individuel- gen das Entschlacken des nächsten Jahres, damit überle Rechte pocht. Wir treiben die Digitalisierung mit großen Schritten vo- eigentlich die Programme angeboten, mit denen wir aufran.

Die Ausschreibungen gehen raus, und die Rollenverteilung zwischen Bildungsverwaltung, ITDZ und Bezirken ist geklärt. Dies scheint Ihnen entgangen zu sein, sonst würden Sie nicht etwas fordern, was bereits auf dem Weg ist. - Es folgen in Ihrem Antrag weitere Punkte, die so wie die gerade von mir geschilderten alle schon zungsangebote holen, um passgenau ihren Schülerinnen Plenarprotokoll 18/81 17. Juni 2021 in Umsetzung sind.

Daher muss ich nicht näher auf sie eingehen. Eines erstaunt mich aber: Unser zentrales Problem im Übergang zum nächsten Schuljahr, nämlich die Frage, wie wir die Rückstände dieses Jahres gemeinsam aufholen werden, sowohl im Lernen als auch im Sozialen, Zum Glück haben wir als R2G nicht nur die Punkte, die Sie genannt haben, bereits abgearbeitet, sondern uns die zentralen Fragen des Aufholens ebenfalls gestellt. Dazu haben wir bereits von der Bundesebene die Aufholpakete Das Aufholen basiert auf drei Säulen: Wir müssen die tisch erfassen, denn sonst ist das einfach nur Kaffeesatzleserei, was denn dieses Schuljahr mit den Schülerinnen und Schülern eigentlich gemacht hat.

Wir brauchen schlankere Curricula, die auch auf schlankeren Rahmenlehrplänen basieren, damit wir Freiräume schaffen, in nur als nices Add-on, obwohl man versucht, alles andere - Sie können sich melden. - Wollen Sie sich melden? - Genau! Ich habe es gelesen. Das klang nicht nach einer schön, dass es Sie erwischt hat.

Ich habe Sie sozusagen an der richtigen Stelle gepikst, wie es aussieht. haupt Zeit dafür da ist, dass man aufholen kann. Und dann geht es ins nächste Jahr und darum: Wie werden holen können? - Dazu gehören die bereits in Berlin bewährten Programme wie „LernBrücken“ oder auch Schwimmangebote etc. Es geht aber vor allen Dingen darum, dass die Schulen zusätzliche Mittel und Kapazitäten bereitgestellt bekommen, damit sie sich Unterstütund Schülern Angebote bereitstellen zu können.

Abgeordnetenhaus von Berlin Seite 9532 18. Wahlperiode Sie sehen: Das nächste Schuljahr stellt uns klar vor große Ich habe im Vorfeld dieser Rede überlegt, was ich eigent- Herausforderungen. Alle notwendigen Schritte sind aber auf dem Weg, sowohl was das Infektionsgeschehen im nächsten Jahr anbetrifft als auch die Defizite, die wir gemeinsam aufholen werden.

Unser Ziel dabei bleibt, den Präsenzunterricht so weit wie möglich aufrechtzuerhalten, denn eines hat sich in der Krise klar gezeigt: Unsere cherweise jetzt zum Teil doch noch in den Saal gekom- Schulen und Kitas sind Orte der Stabilität für unsere Kinder. Wir wollen alles daran setzen, dass das Recht unserer Kinder auf gute Bildung aufrechterhalten werden kann. Ich glaube auch, dass die FDP zumindest diese Zielsetzung mit der Regierungskoalition teilt. - Vielen Dank!

Quellennachweis

Stenografisches
Protokoll.

Abgeordnetenhaus von Berlin · 18. Wahlperiode · Sitzung 18/81 · 17. Juni 2021 · S. 9531–9532

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Drucksachen

18/3807 Antrag · 09.06.2021