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Plenarrede · Sonstiges

Fragestunde

Zur Rede
Maja Lasić im Abgeordnetenhaus von Berlin

Rede im Wortlaut

Im Parlament.
Im Wortlaut.

Protokollseiten 4044–4045

3 Min. Lesezeit

Vielen Dank! - Kürzlich ist bekannt geworden, dass an einzelnen Schulen, beispielsweise in Marzahn- Hellersdorf, nur 40 Prozent oder in extremen Beispielen gerade mal 20 Prozent voll ausgebildete Lehrkräfte arbeiten, während in anderen Regionen der Stadt die Schulen über doppelt so viele voll ausgebildete Lehrkräfte und mehr verfügen. Daher die Frage: Welche Steuerungsme- Lehrkräfteverteilung zwischen den Regionen entgegenzuwirken? Frau Senatorin Günther-Wünsch, bitte schön!

Senatorin Katharina Günther-Wünsch (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie): wachsen ist, keine Eintagsfliege und kein neues Thema sondere auf die jahrzehntelange fehlende Verbeamtung zurückzuführen ist, weshalb wir jedes Jahr über viele ten mussten. Wir haben jetzt eine Situation, die dafür sorgt, dass wir berlinweit einen Lehrkräftemangel haben, der sich weder auf einzelne Bezirke noch auf einzelne Schulformen beschränken lässt. Mein oberstes Ziel ist es, wieder mehr junge Leute für den Lehrerberuf begeistern zu können, sowohl als grundständige Lehramtsanwärter als auch als Quer- und Seiteneinsteiger.

Deswegen möchte ich auch an dieser Stelle und Seiteneinsteiger, auf die Berlin schon seit vielen Jahren angewiesen ist, aber inzwischen auch schon jede Menge andere Bundesländer, nicht als Belastung oder Abgeordnetenhaus von Berlin Seite 4045 19. Wahlperiode (Senatorin Katharina Günther-Wünsch) fehlende Qualität betrachten, sondern als Bereicherung und als dringend notwendig für unsere Schulen. Sie fragen danach, wie wir steuern wollen.

Ich halte es für ganz wichtig, so, wie in allen Unternehmen, dass, wenn wir gute Arbeitsplätze, attraktive Arbeitsplätze schaffen wollen, wir dann junge Menschen von Anfang an in unsere Schulen holen, dass wir Ihnen die Möglich- mal nachfragen. Angesichts der erschreckenden Zahlen keit geben mitzugestalten, mitzuwachsen, sich mit dem Unternehmen, mit der Schule, zu identifizieren. Deshalb wäre es da nicht objektiv sinnvoll, nun wieder zum etabtragen wir uns nach wie vor mit Prüfungen und Überlegungen, wie wir ab dem Studium, ab dem Praxissemester und ab dem Referendariat steuern können.

Da sind wir noch in den Überlegungen. Das ist unser Ziel, weil wir das Ziel haben, dass sich Studenten, junge Menschen, die sich für den Lehrerberuf interessieren, mit unseren Schulen identifizieren können. Das können Sie nicht, wenn sie Präsidentin Cornelia Seibeld: per Zwang umgesetzt werden, sondern wenn sie die Möglichkeit haben, vor Ort Erfahrungen zu sammeln und sich in das Kollegium zu integrieren. - Vielen Dank!

Vielen Dank! - Sie haben eine vage Andeutung der Steuerungsmöglichkeiten gerade aufgezeigt, Sie können bei der Beantwortung der Nachfrage gern darauf vertieft eingehen. Die Nachfrage ist aber: Werden diese angedachten Steuerungsmechanismen ausreichen, damit wir uns zukünftig darauf verlassen können, dass an jedem Standort der Stadt mindestens die Hälfte des Personals eine abgeschlossene Ausbildung hat und damit die Funktionalität des jeweiligen Standortes sichergestellt ist? Präsidentin Cornelia Seibeld:

Quellennachweis

Stenografisches
Protokoll.

Abgeordnetenhaus von Berlin · 19. Wahlperiode · Sitzung 19/44 · 07. März 2024 · S. 4044–4045

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