Plenarrede · Bildung
a) Notwendige Bedingungen für die Beendigung der Pilotphase Gemeinschaftsschule
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Rede im Wortlaut
Im Parlament.
Im Wortlaut.
Protokollseiten 1686–1687
Ich werde es wahrscheinlich nicht schaffen, mit dem Enthusiasmus in der Debatte so sehr mitzuhalten, aber ich versuche es. - Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Unsere Koalition hat durchaus Punkte, in denen wir nicht einer Meinung sind.
Das passiert. Das ist normal. Gerade das Ziel, die Gemeinschaftsschule zu verstetigen, zeigt auch unsere Gemeinsamkeiten und die Stärke unserer Koalition.
Wir haben gemeinsam das Ziel, den Bildungserfolg unserer Schülerinnen und Schüler, soweit es geht, von der sozialen Herkunft abzukoppeln. Jede qualitative Maßnahme, die wir ergreifen, muss sich an diesem Anspruch messen lassen. Die Überführung der Gemeinschaftsschule in die Regelschule ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Gerechtigkeit im Bildungssystem.
Anders, als es Frau Bentele gerade geschildert hat, hat die bisherige Evaluation der Gemeinschaftsschulen gerade mit Blick auf die soziale Gerechtigkeit wichtige Ergebnisse geliefert. Es sind gerade die Schülerinnen und Schüler aus benachteiligten Familien, die stark davon profitieren, eine Gemeinschaftsschule zu besuchen. Damit leisten zur Schließung der sozialen Schere beim Bildungserfolg. len ein fester Bestandteil unseres Schulsystems werden.
Die Stärkung der Gemeinschaftsschule ist mit diesem Antrag nicht abgeschlossen. Wir haben einen langen Weg vor uns. Gemeinschaftsschulen sind dann richtig gut, wenn sie tatsächlich von der 1. bis zur 13.
Klasse gehen. Es ist wichtig, dass wir alle bestehenden Gemeinschaftsschulen auf dem Weg dorthin begleiten. Abgeordnetenhaus von Berlin Seite 1687 18.
Wahlperiode Gemeinschaftsschulen müssen weiterhin evaluiert und begleitet werden, um die bisher vorliegenden Ergebnisse mal Ihrer Politik scheint Ihre Abräumlaune zu sein. Ich auszuweiten und zu festigen. Es muss auch anderen Schulformen möglich sein, dass sie eine Gemeinschaftsschule werden, wenn sie es für sich für richtig erachten. weg, Förderschule - diskriminierend, muss weg. berufli- Dies gilt ausdrücklich auch für Gymnasien.
Vereinzelte Bezirke, die sich aufgrund der politischen Färbung gegen die Weiterentwicklung der bestehenden und jegliche Neugründung von Gemeinschaftsschulen stemmen, müssen überzeugt werden, denn es ist reiner Blödsinn, sich aus rein politischen Gründen dagegen zu stemmen, wenn die Schulen diesen Weg für sich wollen. Da hat parteipolitisches Kalkül nichts verloren. Gemeinschaftsschulen müssen sich aber auch den Pflichten stellen, die durch die Überführung zur Regelschulart schreibung - ein Herrschaftsinstrument, muss weg. einhergehen.
Bei der Änderung des Schulgesetzes erwarte ich vom Senat, dass sich darin eine sinnvolle Regelung zu den Einzugsgebieten findet. Auch wenn es sehr wichtig ist, dass sich viele Eltern zu der Schule freiwillig und einzugsgebietsübergreifend bekennen, ist es ebenfalls wichtig, dass sich die Schulen der Schülerschaft vor Ort - Frau Kittler! Sie müssen nicht alles glauben, was Sie widmen, egal welche Zusammensetzung dort vorliegt.
Genau das ist der Geist der Gemeinschaftsschule und muss sich in dem Gesetzesentwurf auch wiederfinden. Ich schließe ab mit einer Absage an jegliche Behauptung, dass die Einführung der Gemeinschaftsschule die Wiedereinführung einer dritten Säule mit sich bringt. Nein, die Gymnasien werden nicht geschwächt, und die Sekundarschulen werden nicht zu Resteschulen degradiert.
Der Vorschlag des Senats muss die Regelung beinhalten, die auch in den Koalitionsverhandlungen festgehalten wurde. Berlin wird auch in Zukunft ein Zwei-Säulen-System haben, die beide gleichwertig zum Abitur führen, der eine Weg nach zwölf Jahren, der andere Weg nach 13 Jahren. Die Gemeinschaftsschule wird mit ihrem besonderen binnendifferenzierten und schulstufenübergreifenden Einsatz einen Platz in diesem System finden und auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag für die Bildung unserer Kinder beitragen. - Vielen Dank!
Quellennachweis
Stenografisches
Protokoll.
Abgeordnetenhaus von Berlin · 18. Wahlperiode · Sitzung 18/16 · 19. Oktober 2017 · S. 1686–1687
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