← Aktuelles

Veranstaltung 09.08.2017

Wiesenburg

Die Wiesenburg ist im 19. Jahrhundert als Obdachlosenasyl entstanden, u.a. auf Initiative vom SPD-Mitbegründer Paul Singer. Typisch für Berlin haben sich in den letzten Jahrzehnten Handwerker*innen, Künstler*innen und Kulturschaffende die heruntergekommenen Gebäude zu eigen gemacht. 2015 übernahm die degewo die Wiesenburg 2015 wegen Einsturzgefahr, um auf dem Gelände bezahlbare Wohnungen, Ateliers und einen Veranstaltungsort zu schaffen. Die dortigen Kulturschaffenden befürchten allerdings Mieterhöhungen und infolgedessen Verdrängung. Ich habe mich, in enger Abstimmung mit den Bezirkspolitikerinnen und -politikern der SPD sowie der Bundestagsabgeordneten Eva Högl, dafür eingesetzt, dass hier nicht nur der dringend benötigte Wohnraum geschaffen wird, sondern auch die Kulturschaffenden weiter ihren Platz finden.

Inzwischen wurde mit der degewo eine zufriedenstellende Einigung über die Mietverträge getroffen. Auch bei der Gestaltung des Wiesenburg-Geländes wurde im Rahmen zweier Werkstattverfahren weitgehend Einigung erzielt. Die Bauarbeiten für 102 Wohnungen, davon 51 öffentlich gefördert, und 490 Quadratmeter Gewerbefläche haben bereits begonnen und sollen bis 2021 fertiggestellt werden. Die bereits vorhandenen Gebäude sollen saniert und für sozio-kulturelle Zwecke genutzt werden.

Unklar ist noch, wer für die Verwaltung der Bestandsgebäude mit der sozialen und kulturellen Nutzung zuständig sein wird. In Absprache mit den derzeitigen Kulturschaffenden setzen ich und Eva Högl sich dafür ein, dass diese Aufgabe eine noch zu gründende Genossenschaft übernimmt. Dadurch ließe sich ein dauerhaftes Mitspracherecht der Künstler*innen und Gewerbetreibenden sicherstellen. Die Gespräche mit der degewo darüber entwickeln sich vielversprechend.

Aktueller Stand · August 2026

Wie es weiterging

Die Zukunft der Wiesenburg beschäftigt mich weiterhin konkret. Gemeinsam mit Katrin Schmidberger und Tobias Schulze habe ich im Juli 2025 erneut parlamentarisch nach der Zukunft der gewerblichen Nutzung und einer kooperativen Stadtentwicklung mit der landeseigenen Wohnungswirtschaft gefragt. Damit wird der historische Beitrag direkt mit einer aktuellen parlamentarischen Spur verbunden.