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Parlament 27.06.2017

Leopoldplatz

Die Erhöhung der Attraktivität des Leopoldplatzes war eins der ersten Projekte im Rahmen des „Aktiven Zentrum und Sanierungsgebiet Müllerstraße“. So wurde der „Runde Tisch Leo“ ins Leben gerufen, bei dem sich bis heute monatlich Mitarbeiter*innen des Bezirks, des Polizeiabschnitts, der BVG, des Leopoldcenters, des Marktbetreibers, der Kirchengemeinde und die zuständigen Sozialarbeiter*innen austauschen. Zudem beauftragte der Bezirk ein Platzmanagement und ließ den Leopoldplatz zwischen 2010 und 2013 baulich umgestalten. Ziel war eine bessere räumliche Trennung verschiedener Nutzergruppen. So bekamen die Trinker*innen auf Wunsch der SPD-BVV-Fraktion einen eigenen Bereich mit Tischtennisplatte, Überwachung und Toilette. Darüber hinaus wurde 2011 in den Räumen der Nazareth-Kirchgemeinde der Trinkraum „Knorke“ eingerichtet. Als dort 2015 bei einer Razzia ein Drogendepot entdeckt wurde, beendete die Kirchengemeinde das Projekt.

Auch sonst verschlechterte sich die Lage auf Teilen des Leos wieder. Anwohner*innen und Gewerbetreibende beklagen hauptsächlich Drogenhandel und Ladendiebstahl. Bis Mitte 2018 gehörte der Leo sogar zu den 10 kriminalitätsbelasteten Orten Berlins. Daher wurde im Polizeiabschnitt 35 eine eigene Streife für den Leopoldplatz eingerichtet und das Ordnungsamt erhöhte seine Präsenz. Zudem gehört der Leo zu den Einsatzorten der mobilen Videoüberwachung (Anhänger mit Kameras). Bezirksbürgermeister von Dassel schlug auch ein generelles Alkoholverbot auf dem Leo vor. Die SPD Mitte hat dies u.a. auf Initiative von Maja Lasić einem Beschluss des Kreisvorstands Anfang 2017 abgelehnt, da dies nur zu einer Verdrängung der Szene an andere Orte im Bezirk führen würde.

Der Leo soll ein Platz für alle sein. Maja Lasić und die SPD Mitte eine Verbesserung des sozialen Platzmanagements, Aufenthaltsorte für die Trinkerszene, funktionierende Toiletten und Präventionsmaßnahmen. Mit Erfolg:  Seit Ende 2017 gibt es wieder ein Platzmanagement. Mitte 2018 wurde dann Fixpunkt e.V. mit dem Konflikt- und Platzmanagement beauftragt. Fixpunkt ist auch der Betreiber des im Dezember 2018 eröffneten betreuten Aufenthaltsraum für Menschen mit Suchtproblematik in den Räumen der Nazareth-Kirchgemeinde. Zudem setzt sich die SPD Mitte im Rahmen des Umbaus vom Leo-Center für eine Umgestaltung des Treppenaufgangs des U-Bahnhofes ein, den viele Anwohner*innen als unsicher empfinden und eine Erhöhung der Präsenz von Sicherheitspersonal.

Schriftliche Anfragen

Mehr Leo für alle (vom 07.09.2017)

Aktueller Stand · August 2026

Wie es weiterging

Der Leopoldplatz bleibt ein Schwerpunkt meiner Wahlkreisarbeit. Neben der parlamentarischen Befassung und regelmäßiger Präsenz vor Ort geht es heute besonders um eine dauerhafte Verbindung von Sicherheit, Prävention, sozialer Arbeit und Aufenthaltsqualität. Neue Beiträge zum Leopoldplatz werden künftig in demselben Kartendossier gebündelt statt als neue Einzel-Pins angelegt.