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Redaktioneller Beitrag 27.06.2017

Ernst-Reuter-Schule

Der Fall der Ernst-Reuter-Schule zeigt exemplarische, welche Chancen für die Schulentwicklung das Schulbaugramm des Senats bietet. Mir ist ein besonderes Herzensanliegen, dass aus dieser Integrierten Sekundarschule ein Leuchtturm der Schulentwicklung wird – als weiteres Beispiel dafür, das beste Schulen auch in einem herausfordernden Umfeld möglich sind.

Dass bei der Ernst-Reuter-Schule Handlungsbedarf besteht, ist unstrittig. Der Gebäudesscan des Senats bezifferte 2017 die Sanierungskosten auf über 16,7 Millionen Euro. Große Teile der Schule müssen saniert werden, teilweise ganz neu gebaut werden. Teile der Gebäude stehen allerdings unter Denkmalschutz. Die Zuständigkeit für die Sanierung liegt bei der landeseigenen HOGOWE.Hinzu kommt, dass die Schülerschaft an der Ernst-Reuter-Schule, wie an vielen anderen Weddinger Schulen, besondere Unterstützung benötigt. Viele Kinder sind Nicht-Deutscher Herkunft und aus bildungsfernen Familien. Auch wenn die Ernst-Reuter-Schule zusätzliche Mittel und Personal aus dem Bonusprogramm erhäl,t wirkt dies auf bildungsnahe Familien abschreckend.

Ein Teufelskreis, der sich aber durch eine gute Schulentwicklung durchbrechen lässt, wie die angrenzende Gustav-Falke-Schule zeigt. Dort ist es gelungen, eine gut durchmischte Schule zu schaffen, die auch für Eltern aus bildungsnahen Familien attraktiv ist, u.a. durch einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Eine ähnliche Entwicklung möchte ich an der Ernst-Reuter-Schule initiieren. So könnte dort ebenfalls eine Schule mit naturwissenschaftlichen Schwerpunkt und den dazu passenden Laboreinrichtungen entstehen. Auch eine verstärkte Öffnung der Schule in den Kiez und eine enge Kooperation mit der Gustav-Falke-Schule sind angedacht, um nur einige Ideen zu nennen, über die ich mich in vielversprechenden Gesprächen regelmäßig intensiv mit allen Zuständigen austausche. Ich bin überzeugt: Mit der Ernst-Reuter-Schule können wir eine Schule mit Strahlkraft weiter über den Wedding hinaus schaffen.

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Wie es weiterging

Die Sanierung ist inzwischen konkret terminiert. Nach aktueller Schulbauplanung beginnt die Baumaßnahme zum Schuljahr 2026/27; während der Bauphase wird ein großer Teil des Unterrichts ausgelagert. Die HOWOGE soll die Sanierung voraussichtlich zum Schuljahr 2031/32 abschließen. Für den Ausweichstandort wird das Gelände an der Putbusser Straße genutzt.