Reden im Plenum (Abgeordnetenhaus)

12. Sitzung des Abgeordnetenhauses (22.06.2017)

Wie Maja Lasić in ihrer Begründung zur Ablehnung des Antrags „Qualitätsstrategie II: Echte gemeinsame Standards für ein qualitativ hochwertiges Abitur“ erläutert, sind Teile des Antrags nicht umsetzbar , weil sie sich auf diesjährige Prüfungen beziehen. Andere Teile des Antrags sind schon auf dem Weg und bedürfen keiner Anträge, z.B. gemeinsame Prüfungsstandards. Wichtiger wäre es, dass Kooperationsverbot von Bund und Ländern zu beenden. Maja Lasić fordert hier die CDU auf, auf ihre Kolleginnen und Kollegen der Bundesebene einzuwirken.


11. Sitzung des Abgeordnetenhauses (18.05.2017)

Wie Maja Lasic in ihrer Rede zum „Gesetz zur Änderung des Landesbesoldungsgesetzes und des Lehrkräftebildungsgesetzes“ erklärt, korrigiert die Erhöhung der Besoldung für neueingestellte Grundschulkräfte ein Ungleichgewicht. Pädagogische Arbeit an Grundschulen ist für sie anders, aber nicht weniger anspruchsvoll wie die an anderen Schulformen. Daher verdiene sie die selbe Bezahlung. Die Anpassung der Bezahlung sei aber auch ein Zeichen der Wertschätzung. Deswegen fordert sie, dass Bestandslehrkräfte zeitnah ebenfalls von dieser Besserstellung profitieren sollen. Zudem sprichts sie sich dafür aus, mit der Anhebung der Gehälter für Konrektoren nicht wie geplant bis August zu warten. Auf Seite 1027 des Plenarprotokolls ist der Text des Redebeitrags zu finden.


10. Sitzung des Abgeordnetenhauses (04.05.2017)

Wie Maja Lasić bei ihrer Rede zum gemeinsamen Antrag der Koalitionsparteien „Sprachliche Vielfalt in Berlin als Reichtum begreifen und im Unterricht weiterentwickeln!“ erklärt, sind Integration nicht die 10-Gebote des Innenministers de Maizière, sondern die Akzeptanz des Grundgesetzes und das Annehmen des anderen wie er ist, einschließlich seiner Herkunftssprache. Im Übrigen seien Förderung der Deutschkenntnisse und herkunftssprachlicher Unterricht kein Widerspruch. Im Gegenteil, das Erlernen einer Sprache erleichtertere das Beherrschen aller weiteren. Auf Seite 893 des Plenarprotokolls ist der Text des Redebeitrags zu finden.


9. Sitzung des Abgeordnetenhauses (06.04.2017)

Auf Initiative von Maja Lasic debatiert das Abgerodnetenhaus über den Antrag „Kooperationsverbot im Bildungsbereich aufheben“.  Darin setzt sich die Regierungskoalition dafür ein, das das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern aufgehoben und stattdessen Bildung als Gemeinschaftsaufgabe festgeschrieben wird. Nur so könnten die wichtigen und großen Herausforderungen im Bildungsbereicht gemeistert werden. Auf Seite 767 des Plenarprotokolls ist der Redebeitrag auch nachzulesen.


An vielen Berliner Schulen findet freiwilliger Türkisch-Unterricht durch Lehrkräfte statt, die aus Ankara entsandt wurden. Die Parlamentarier debattieren einen Antrag der AfD zur Beendigung der „Beschulung durch türkische Konsulatslehrer„. Maja Lasic kritisiert, dass die AfD kein Alternativkonzept vorschlägt (siehe auch Seite 778 Plenarprotokoll). Die Regierungskoalition wird hierzu demnächst eine Vorschlag machen.

8. Sitzung des Abgeordnetenhauses (23.03.2017)

Rede in der Aktuellen Stunde des Abgeordnetenhauses, Thema war auf Antrag der FDP „Bildungsspiegel an der Wand – Welches ist das schlechteste Bildungsland?“.  Für Maja Lasic ist die Situation im Bildungsbereich nicht zufriedenstellend. Anders als die Oppositionsparteien halte die Regierungskoalition aber Konzepte von vorgestern nicht für die Lösung. Sie würden die Probleme nur verschärfen. Sie sieht die Berliner Bildungslandschaft vor drei großen Herausforderungen: Neubau & Sanierung von Schulen, Fachkräftegewinnung und Steigerung der Qualität. Bei Neubau und Sanierung hat Senatorin Sandra Scheeres den Bedarf mit der Sanierungsstudie transparent dargelegt. Nun gelte es hier im Zusammenspiel mit den Bezirken zügig voranzukommen. Mehr Studienplätze, bessere Bezahlung für Grundschullehrkräfte und die dauerhafte Eingliederung von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern in den Schuldienst werden Berlin helfen, den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Bei alldem darf natürlich die Qualität nicht zu kurz kommen. Deshalb will die Regierungskoaltion die gymnasialen Oberstufen der Integrierten Sekundarschulen und Programme wie das Bonusprogramm weiterentwickeln. So könnten insbesondere Schulen in schwieriger Lage gestärkt und so für mehr Chancengerechtigkeit gesorgt werden (siehe auch Plenarprotokoll auf Seite 605).


6. Sitzung des Abgeordnetenhauses (16.02.2017)

Maja Lasić hätte sich einen schöneren Anlass für meine erste Rede im Abgeordnetenhaus als einen unsäglichen AfD-Antrag (18/0142) gewünscht. Ausgerechnet die AfD, die sich immer gegen vermeintliche Redeverbote wendet, will im Islamunterricht bestimmte Koranpassagen verbieten. Das widerspricht nicht nur der weltanschaulichen Neutralität des Staates, es ist auch unnötig. Schließlich zeigen unangekündigte Unterrichtsbesuche, dass der Islamunterricht an Berliner Schulen im Einklang mit dem Grundgesetz und den Berliner Bildungszielen steht. Aber wahrscheinlich geht es der AfD gar nicht um Fakten, sondern nur darum Ängste und Vorurteile zu schüren. Maja Lasić ist froh, dass sie nach ihrer Flucht in Deutschland vielen offeneren Menschen begegnet ist, die ihr so die Integration erleichtert haben. Gut, dass von derartigen Menschen auch genügend im Abgeordnetenhaus sitzen und den Antrag sofort abgelehnt haben (siehe auch Seite 396 des Plenarprotokolls). Der Antrag der AfD findet im Abgeordnetenhaus keine Mehrheit.

Die CDU fordert in ihrem Antrag, die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss (MSA) an den Gymnasien abzuschaffen. Maja Lasić kritisiert die mangelnde Wertschätzung der CDU für unterschiedliche Lebenfswege. Auch Jugendlichen an Integrierten Sekundarschulen muss der Weg zum Abitur offenstehen. Gleichzeitig soll den Jugendlichen an den Gymnasien, die merken, dass dies nicht der richtige Weg für sie ist, ein problemloser Übergang in die Berufswelt ermöglicht werden. Zudem stellt der Umgang mit einem komplexen Prüfungserlebniss wie dem MSA einen wichtigen Baustein im Reifeprozess der jungen Menschen dar (siehe auch Seite 450 des Plenarprotokolls). Der Antrag wird an den Bildungsausschuss überwiesen ebenso der Dringliche Antrag „Echte gemeinsame Standards für ein qualitativ hochwertiges Abitur“.