Eine Zukunft mit und für Himmelbeet suchen

Seit langer Zeit begleite ich die Arbeit von Himmelbeet mit großer Begeisterung. Mit viel Eigeninitiative wurde hier ein ökologisches Vorzeigeprojekt auf die Beine gestellt, das vielen Menschen mitten in der Stadt die Möglichkeit zum Gärtnern bietet. Besonders bemerkenswert finde ich, dass Himmelbeet dabei auch eine soziale Verantwortung für den Kiez wahrnimmt. So trägt Himmelbeet über eigene Projekte zur Inklusion von Menschen mit Behinderung bei, hilft durch die Zusammenarbeit mit Wedding Hilft bei der Integration geflüchteter Menschen, führt Kinder-Koch-Workshops mit Weddinger Grundschulen durch, organisiert Volkshochschulkurse im Gärtnern, reinigt Spielplätze und bietet generationenübergreifendes Gärtnern sowie Aktivitäten der Umweltbildung an.

Zweifellos stellt das Angebot von Amandla ebenfalls eine große Chance für die soziale Entwicklung des Weddings dar. In den vorgesehenen Bildungs-, Beratungs- und Förderangeboten können die Jugendlichen viele wichtige Fähigkeiten entwickeln, die sie in ihrem (Berufs-)Leben weiterbringen werden. Gerade mit Blick auf die vielen Weddinger Kinder aus benachteiligten Familien kann der Bezirk dieses Angebot nur schwer ausschlagen. Zudem besteht in diesem Kiez ein unbestrittener Engpass an Sportplätzen, der sich durch das Bevölkerungswachstum noch verschärfen wird. Andere freie Flächen, auf denen man wie hier geplant mit dem Bau einer Turnhalle und Sportplätzen für Abhilfe sorgen könnte, existieren im Kiez kaum noch. All dies muss aber nicht auf Kosten eines anderen Motors der Kiezentwicklung passieren. Im Gegenteil, die verschieden Projekte können sich gegenseitig befruchten und voneinander profitieren. Erste Ideen dafür wurden bereits entwickelt.

Schon vor meiner Wahl habe ich mich deswegen für eine Lösung stark gemacht. Unter anderem auf meinen Wunsch hin hat die SPD-Fraktion im Mai 2015 einen entsprechenden Beschluss auf der Kreisdelegiertenversammlung, dem Kreisparteitag der SPD Mitte, noch einmal bekräftigt. Ich will ein Konzept, das die Interessen aller Seiten berücksichtigt. Dazu gehört eben auch eine langfristige Lösung für Himmelbeet. Ein derartiges Konzept lässt sich nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg finden, sondern nur über den ständigen Austausch auf Augenhöhe. Natürlich verlangt dies allen Seiten gleichermaßen Kompromissbereitschaft ab. Um etwaige Nutzungskonflikte aufzulösen bietet das Green.Urban.Lab, eine Ausschreibung, die der Bezirk mit Hilfe von Himmelbeet gewonnen hat, einen guten Rahmen. Auch ich versuche hierzu beizutragen, indem ich immer wieder das offene und ehrliche Gespräch mit den Beteiligten vor Ort suche. Ich bin nach wie vor überzeugt: gemeinsam können wir einen für alle gangbaren Weg finden!

Erfreulicherweise hat sich inzwischen auch das Bezirksamt in einer Pressemitteilung vom 5. Mai 2017 dazu bekannt, einen Ersatzstandort für Himmelbeet zu finden und den Vertrag bis Oktober 2019 verlängert. Trotzdem werde ich weiter auf eine baldige, dauerhafte Lösung drängen. Schließlich brauchen alle Beteiligten Planungssicherheit und Himmelbeet genügend Vorlauf um einen möglichen Umzug vorzubereiten.